Was wir für flüchtende Menschen tun können

Auch auf Rumänien rollt eine Flüchtlingswelle zu […]

Natürlich versuchen auch wir den flüchtenden Menschen aus der Ukraine zu helfen. Zusammen mit unserem Partnerverein Diakonia Fagaras und in Kooperation mit Pfarrer Johannes Klein von der evangelischen Kirchengemeinde Fagaras in Rumänien, sind bereits unterschiedliche Aktionen durchgeführt worden. Letzte Woche sind Mitarbeiter der Diakonia und der evangelischen Kirchengemeinde Fagaras mit zwei Kleinbussen an den rumänisch-ukrainischen Grenzübergang Siret im Norden des Landes gefahren um von dort Flüchtlinge mit nach Barcut, einem Ferienlager der evangelischen Kirchengemeinde, und mit nach Sercaia zu nehmen. Dort haben wir unsere Einrichtung und die Möglichkeit, die Menschen zu versorgen und unterzubringen. Dafür hat die Diakonia sich vorher bei Union der ukrainischen Minderheit angemeldet, die an der Grenze die Flüchtlinge ansprechen und bei Bedarf weitervermitteln. Schnell stellte sich aber heraus, dass viele der Geflüchteten ihre Weitereise schon selbst organisiert haben und/oder von Verwandten und Freunden abgeholt werden. Im Grenzbereich gibt es eine sehr große Hilfsbereitschaft Menschen aufzunehmen. Der nächste Bulli wird zur Grenze nach Tulcea fahren, um wieder Leute aufzunehmen und die Lage dort zu sondieren. Als wir in Siret an der Grenze waren, hatten wir auch Geld für Lebensmittel dabei. Weil vor Ort andere Organisationen tätig waren, wurde dies aber dort nicht benötigt. In Tulcea kann es wieder anders sein.

Mittlerweile kommen auch die ersten ukrainischen Flüchtlinge aus Odessa mit dem Auto über die Europastraße durch Sercaia. Heute haben wir ein Schild an der Straße aufgestellt. Eine ukrainische Fahne unterstützt den in ukrainisch geschriebenen Hinweis, dass auf dem Grundstück unseres Kinderdorfes gleich nebenan, kostenlose Sanitäranlagen, Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung zur Verfügung gestellt werden.

Hier kommt die 2002 von uns errichtete Großküche zum Einsatz mit der wir seitdem die Bewohner unserer Einrichtung Heim Canaan versorgen. Die ersten Übernachtungsgäste sind im Haus Horeb untergebracht. Dort können sie sich erstmal ausschlafen und sich von der anstrengenden Flucht ausruhen bevor ihre Reise am nächsten Tag weitergeht.

Als sehr sinnvolle Aktion hat sich auch die Unterstützung der Bahnreisenden mit frischen Backwaren aus unserer Bäckerei in Fagaras herausgestellt. Da für die Flucht nur das notwendigste eingepackt wird, sind die Nahrungsvorräte entsprechend schnell aufgebraucht. Mehrere Organisationen haben sich zur Aufgabe gemacht, den Halt in Fagaras zu nutzen, um die erschöpften Menschen mit dem Wichtigsten zu versorgen. Hier ein paar Eindrücke

Nach Einschätzung unterschiedlicher Hilfsorganisationen wird sich die Anzahl der flüchtenden Menschen aus der Ukraine noch deutlich erhöhen. Darunter werden dann auch immer mehr Menschen sein, die keine Freunde und Verwandten im Ausland haben und auch wegen der Nähe zu ihren, in der Ukraine verbliebenen Angehörigen, lieber in Rumänien bleiben. Hier werden wir weiter unterstützen und unsere Infrastruktur zur Verfügung stellen. Wir werden Spenden, die mit dem Verwendungszweck Ukraine gekennzeichnet sind, ausschließlich für die Aufrechterhaltung der aktuellen und zukünftigen Maßnahmen verwenden.

Vielen Dank

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