Über uns
Wer wir sind
Unser Verein (agape e.V.) ist seit 1990 in Rumänien und der Republik Moldau tätig – mit dem Ziel, die Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen und Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten zu verbessern und ihre soziale Inklusion nachhaltig zu fördern.
Seit 1998 sind wir der eingetragene, gemeinnützige und mildtätige Verein agape e.V. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland und führen seit 2006 das DZI-Spendensiegel.
Unser Aufgabenfeld liegt – in enger Zusammenarbeit mit dem rumänischen Partner Diakonia Făgăraș – in der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger oder komplexer Behinderung sowie Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen.
Unsere Leistungen umfassen stationäre Wohnangebote (Aufbau eines Kinderdorfes, verschiedener Tagesstätten) sowie begleitende Angebote zu Arbeit und Tagesstruktur – angelehnt an das Konzept der Werkstätten für behinderte Menschen in Deutschland.
Darüber hinaus betreiben wir ein Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche mit komplexer Behinderung.
Seit 2015 engagieren wir uns gemeinsam mit Diakonia Făgăraș auch in ambulanter und teilstationärer Arbeit: ein familienunterstützender Dienst, zwei Tageszentren, ein ambulanter Dienst, ein ambulanter Pflegedienst für alte Menschen und in Armut lebende Menschen.
Inhalt
Unsere Schwerpunkte
- Schaffung von Infrastruktur für geistig behinderte Kinder und Erwachsene in Form von Wohnheimen, Werkstätten und Therapieeinrichtungen.
- Heilpädagogische Betreuung, Förderung und gesellschaftliche Teilhabe dieser Menschen.
- Beratung und Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen bei der Durchsetzung von Rechten und Ansprüchen.
- Hilfe für Menschen, die in Armut leben oder in Krisensituationen geraten sind.
- Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte in Rumänien und der Republik Moldau.
- Entwicklung zukunftsfähiger Strukturen im sozialen Bereich, die organisatorisch wie baulich nachhaltig, rechtssicher und energieeffizient sind.
- „Sprachrohr“ für Menschen mit Behinderung, die ohne Lobby in großen staatlichen Heimen leben.
- Förderung des Ehrenamts und Stärkung diakonischer Keimzellen vor Ort.
Warum unsere Arbeit wichtig ist
Viele Menschen mit Behinderung leben in Rumänien noch immer in großen staatlichen Einrichtungen – ohne Förderung, ohne Rechte, ohne Stimme. Wir setzen uns dafür ein, dass sie gesehen, gefördert und geliebt werden. Mit unserer Arbeit schaffen wir Orte der Hoffnung – kleine Gemeinschaften, in denen Menschen aufblühen dürfen.
Unsere Projekte
Heim Canaan (Șercaia)
Ursprünglich als Kinderdorf geplant, ist das Heim Canaan heute die Heimat von 50 Menschen mit geistiger Behinderung. Zusammen mit der Diakonia Făgăraș haben wir es ab 1992 aufgebaut und immer weiterentwickelt. Heute werden die drei Wohnhäuser, ein Therapiezentrum und eine Therapiewerkstatt vom Sozialamt des Kreises Brașov betrieben und sind auf Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf ausgerichtet.
Haus Iaboc (Șercaia)
Das Haus liegt auf dem Gelände des Heims Canaan, ist jedoch aus dem Heimbetrieb ausgegliedert und wird direkt von der Diakonia betrieben. Hier leben ausschließlich Kinder mit geistiger Behinderung in familiärer Atmosphäre.
Tagesstätten Scharoș (Șoarș) und Haus Betleem (Făgăraș)
Beide Einrichtungen richten sich an Menschen mit geistiger Behinderung, die in ihren Familien oder im betreuten Wohnen der Diakonia leben. Sie bieten Förderung, Gemeinschaft und Raum für Begegnung.
Haus Eden (Făgăraș)
Ein Zuhause für zehn Menschen mit geistiger Behinderung, die weitgehend selbstständig leben können und nur wenig Betreuung benötigen.
Ambulante Altenhilfe
Die ambulante Altenhilfe betreut alte Menschen, die keine Angehörigen haben und Menschen, die Sterbebegleitung benötigen. Auch diese Arbeit wird ausschließlich aus Spenden finanziert. 2016 wurde die ambulante Altenhilfe für alte Menschen in abgelegenen Dörfern ausgeweitet.
Familienunterstützender Dienst
Der Familienunterstützende Dienst hat die Arbeit 2015 aufgenommen. Von diesem Dienst werden Menschen mit geistiger Behinderung betreut, die in ihren Familien leben und wenig bzw. keine Kontakte außerhalb ihrer Familie haben. Neben der Begleitung in pflegerischen und pädagogischen Fragen, werden diese Familien auch zu Behörden und Ärzten begleitet, wenn es nötig ist.
Projekt „100 Brote“
Das Projekt „100 Brote“ für täglich 100 Familien wird von festen Spendern finanziert, die monatlich dafür zweckgebunden spenden. Dafür bekommen Familien, die in bitterster Armut leben, täglich ein Brot. Auf Grund der gestiegenen Preise für Lebensmittel ist das Programm auf 60 Familien, die unterstützt werden, geschrumpft.
Geschichte
1990–1995
- Nach dem Militärputsch erste Hilfsgütertransporte nach Rumänien
- Gründung des Hilfsvereins Diakonia Alba Iulia als Träger des Kinderheims Bethesda für geistig behinderte Kinder mit Wohnhäusern, Therapiewerkstatt, kleiner Sonderschule u.v.m.
- Umsiedlung 50 geistig behinderter Kinder aus dem staatlichen Elendsquartier Coltesti in renovierte Häuser in Alba Iulia
- Erste Fortbildungsmaßnahmen rumänischer Betreuer/Innen in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld
- Gründung des Heimes Canaan in Sercaia bei Fagaras für zuerst 15 geistig behinderte Kleinkinder
- Der Initiator von „agape“ Rüdiger Frodermann geht mit seiner Familie für mehrere Jahre nach Rumänien
- Gründung des Hilfsverein Diakonia Fagaras als Träger des Kinderheims Canaan
- Ambulante Altenhilfe der Diakonia Fagaras beginnt
- Gründung einer Werkstatt für geistig behinderte Menschen in Fagaras
1996–2000
- Eröffnung einer Bäckerei in Alba Iulia als Hilfe zur Selbsthilfe
- Fertigstellung der behindertengerechten Wohnhäuser Jabbok und Sinai im Kinderdorf Canaan in Sercaia. Damit steigt die Anzahl der Bewohner/Innen auf 40
- Umwandlung der Initiativgruppe „agape“ in den gemeinnützigen Verein „agape e.V.“
- Betreuung gehörloser Menschen durch die Diakonia Fagaras
2001–2003
- Inbetriebnahme einer Bäckerei in Fagaras als Hilfe zur Selbsthilfe
- Einweihung des dritten Wohnhauses Kapernaum im Kinderdorf Canaan. Somit sind 53 geistig behinderte Kinder beheimatet
- Das Projekt „100 Brote“ täglich für Menschen, die in bitterster Armut leben, wird ins Leben gerufen
- Vier Kinder, die wir mit dem Stempel „irecuperabil“ (nicht rehabilitationsfähig) bekommen haben, besuchen die Dorfschule in Sercaia
- Rüdiger Frodermann wird Geschäftsführer des Vereins „agape e.V.“
- Beginn der fortlaufenden Ausbildung zur/zum Diakonassistent/In
2004–2006
- Eröffnung der Werkstatt für geistig behinderte Menschen mit Behinderungen Genezareth im Kinderdorf
- Es werden 150 Brote täglich verteilt
- Beginn der fortlaufenden Coachingausbildung
- Gründung der „Stiftung agape“
- Erste Kontakte und Unterstützung geistig behinderter Menschen in der Republik Moldau
- Der Verein „agape“ erhält das DZI Spendensiegel.
2007–2009
- Eröffnung des Therapiezentrums Bethesda mit Unterstützung der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks
- Baubeginn des Wohnhauses Nebo auf dem Gelände des Heimes Canaan, für 24 Menschen mit geistiger Behinderung
- Baubeginn einer Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung in Stauceni (Republik Moldau) mit unserem damaligen Partnerverein, mit erneuter Unterstützung der Aktion Sternstunden
- Die ersten Teilnehmer/Innen haben die Coachingausbilding unter der Leitung von Heinrich Fallner abgeschlossen
- Mit Hilfe der Peter Gläsel Stiftung finden die ersten „Community Dance Workshops“ unter der Leitung von Janice Parker statt
2010–2012
- Eröffnung des Hauses Nebo für 24 junge Erwachsene mit geistiger Behinderung mit wesentlicher Unterstützung der Familie Gläsel und der Software AG Stiftung
- Eröffnung des Hauses Elim, eine Tagesstätte für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung in der Republik Moldau.
- Durchführung der Ausbildung Diakonikum unter der Leitung von Heinrich Fallner, eine ökumenische Diakoninnen- und Diakonen-Ausbildung
- Brunnenbohrung und Wasserversorgung in einem Internat für Kinder mit geistiger Behinderung in Congaz, Gagausien in der Republik Moldau in Kooperation mit Aktion Sternstunden
- Immer mehr Mitarbeiter/Innen schließen die Ausbildungen Diakonieassistent/In und Coaching erfolgreich ab
- In Kooperation mit den von Bodelschwinghschen Stiftungen werden Mitarbeiterinnen unter der Leitung von Eva Gottesleben im Bereich Autismus ausgebildet
- Der erste Workshop Landschaftsgestaltung findet unter der Leitung von Stefan Wrobel statt
2013–2015
- Haus Horeb, ein Haus für Jugendliche Bewohner/Innen des Heimes Canaan, die nicht geistig behindert sind wird eröffnet
- Der zweite und dritte Workshop Landschaftsgestaltung werden durchgeführt
- Die Fortbildung Physiotherapie findet unter der Leitung von Jutta Schönfelder statt
- Eröffnung der Rollstuhl- und Fahrradwerkstatt in Fagaras
- Organisation eines „Community Dance Workshops“ mit drei Choreographen, außerhalb des Heimes Canaan. Menschen mit und ohne Behinderungen tanzen miteinander und begegnen sich. Ein großer Schritt zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Menschen mit geistiger Behinderung in Rumänien
- Der Familienunterstützende Dienst für Familien mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen in den umliegenden Dörfern von Fagaras wird ins Leben gerufen
- Eröffnung des Tageszentrums Familienunterstützender Dienst (FuD) in Soars
2016–2018
- Umzug der agape Kleidersammlung ins neue, größere Kleiderlager nach Lockhausen
- Fortsetzung des „Community Dance Workshops“ unter der Leitung von Janice Parker
- Kleiner Workshop zur Gestaltung des Außenbereiches im Tageszentrum FuD in Soars
- Einweihung des neuen Tageszentrums in Fagaras. Dieses Zentrum soll Tagesstruktur für geistig behinderte Kinder und Jugendliche anbieten die in ihren Familien leben und z. Zt. durch den FuD betreut werden.
Satzung & Co
Satzung
- Die Aktuelle Vereinssatzung Stand 15.03.2014 des agape e.V. kann als PDF unter diesem Link angeschaut und heruntergeladen werden.
Finanzen
- Über den Link: Einnahmen-Ausgaben 2023 ist die finanzielle Übersicht für das Jahr 2023 einzusehen. Erläuterungen dazu gibt es hier.
- Im Jahresbericht 2023 gibt Rüdiger Frodermann eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten durchgeführten Projekte und Entwicklungsschritte des Jahres 2023
- Aktuelle DZI Spendenurkunde
Mitgliedsantrag
- Hier können sie den Mitgliedsantrag und das SEPA-Lastschriftmandat herunterladen
Partner & Links
Partner & Links
Mitgliedschaften
- agape e.V. ist Mitglied im Diakonischen Werk der Lippischen Landeskirche e.V.
- agape e.V. ist Mitglied beim DZI und trägt das DZI-Spendensiegel
Unterstützer
- Sternstunden e.V. ist eine Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks und setzt sich weltweit für Not leidende Kinder und Jugendliche ein. Auch zwei unserer Großprojekte wurden durch Sternstunden erst möglich!
- Lions Club Detmold-Residence