Tradition trifft Pandemie

Ein kleines Beispiel unserer Arbeit in Rumänien […]

Die Küche, die wir 2003 im Rahmen der Errichtung der Mehrzweckhalle Genezareth in Sercaia zur Versorgung der Kinder und jungen Erwachsenen in unseren Einrichtungen aufgebaut haben, ist für uns in Zeiten der Pandemie eine wichtige Ressource im Kampf gegen die Vereinsamung und den Hunger auf den Dörfern geworden.

Einige der Lebensmittel kommen aus unseren Gewächshäusern

In den letzten drei Jahren ist es uns gelungen, diese Ressource weiter auszubauen. Mittlerweile ist die Mitarbeiterzahl in der Küche auf 6 Angestellte angewachsen und der Kundenkreis stetig erweitert worden. Wurde am Anfang in der Küche nur für die Kinder und jungen Erwachsenen im Heim Canaan gekocht, werden immer öfter sogenannte Trauermahle angefragt und geordert. Bei diesen auch bei uns im Anschluss an eine Beerdigung stattfindenden Zusammenkünften, können sich Angehörige, Freunde und Bekannte bei Kaffee und Kuchen noch einmal etwas ungezwungener austauschen. In Rumänien werden diese Veranstaltungen ausgiebig genutzt und gerade das Essen und Trinken sind fester Bestandteil einer jeden Beerdigung. Durch die pandemische Lage können diese Trauermahle nicht stattfinden, aber anders als bei uns, wird traditionell trotzdem für das leibliche Wohl gesorgt. Die Küche des Heimes Canaan stellt hierfür auf Kundenwunsch entsprechende Tüten mit einem Menü zusammen welche dann an die Gäste verteilt werden. Und natürlich werden auch ältere Menschen mit warmem Essen versorgt, je nach finanzieller Situation der Menschen gegen Bezahlung oder kostenlos. Diese Menschen genießen aber nicht nur die warme Mahlzeit, sondern auch zusätzlich noch den sozialen Kontakt und das Gefühl, nicht vergessen zu werden.

Jetzt haben wir unser Programm mit einer Verteiler-Küche auf dem Markt in Fagaras erweitert. Hier verkaufen wir Suppen und Menüs an die Marktbesucher und liefern auch in der Stadt aus. Mit den kleinen Gewinnen, die wir aus diesen Aktivitäten erzielen, finanzieren wir einen Teil der sozialen Arbeit und können auch Essen für die Menschen bereithalten, die nichts haben und es sich auch nicht leisten können.

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